Mode, Kosmetik und mehr



Der Mensch gehört zu den wenigen Lebewesen auf der Erde, die ihr eigenes Spiegelbild als solches erkennen können. Dies ist sicherlich einer der Gründe dafür, dass er sich bereits in frühester Vorgeschichte für Mode und Kosmetik interessiert und sich darüber definiert hat. Die vergangenen Jahrtausende haben den heutigen Mode- und Kosmetikkult erst zu dem werden lassen, was er ist.

Der Wandel der Mode



In frühester Zeit hatte Kleidung vor allem den Zweck, den eigenen Körper zu bedecken. Der Mensch hat als einziges Säugetier ein Schamgefühl und will sich vor anderen nicht nackt zeigen. Schon bald entdeckten Kulturen auf der ganzen Welt jedoch, dass Kleidung auch dafür sorgen konnte, dass sich Menschen voneinander unterscheiden. Deswegen entwickelte sie sich bereits in den ersten Hochkulturen zu einem Unterscheidungsmerkmal der jeweiligen Klassen der Gesellschaft. Die höheren Schichten und die Herrscher trugen in der Regel teurere Stoffe, die schwierig zu beschaffen waren und außerdem nicht für die harte Arbeit geeignet sein konnten, die die restliche Bevölkerung zu erledigen hatte. Bis hin zum Mittelalter war die Mode allerdings relativ gleich innerhalb einer Gesellschaft - sie war sehr einheitlich, da nicht sehr viele Farbstoffe oder Materialien zur Verfügung standen, um sie zu individualisieren. Danach jedoch wurde die Frauen- und Männermode immer differenzierter gestaltet, jedes Stück gewann einen eigenen Ausdruck und hatte eine individuelle Aussage. Die Entwicklung kann man anhand zeitgenössicher Gemälde und Fotografien beobachten.

Kosmetik in der Menschheitsgeschichte



Viele der heutigen Kosmetika gab es bereits in der Antike und früher, wenn auch nicht mit den gleichen Inhaltsstoffen und für dieselbe Zielgruppe. Der Mensch ist seit der Entstehung der ersten Hochkulturen dafür bekannt, seinen Körper mit verschiedenen natürlichen Substanzen zu pflegen: Das beste Beispiel dafür ist die ägyptische Königin Cleopatra Philopator, die über die Grenzen Ägyptens hinaus für ihren Körperkult bekannt wurde. Dass Kosmetik aber nicht immer von der gleichen Zielgruppe eingesetzt wurde wie früher, zeigt das Beispiel des Kajals. Römische Quellen berichten davon, dass sowohl Männer als auch Frauen den Augen mehr Ausdruck verliehen, indem sie Kohle anwandten, während dies heute vor allem Frauen vorbehalten ist. Auch giftige Substanzen wie Blei sind heute nicht mehr in Gebrauch.

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